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Sonntag, 15.09.2019
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11.09.2019 00:21 Alter: 5 days
Kategorie: Herren
Von: Frank Höhmann

SC gewinnt kampfbetontes Derby

Geislinger halten dem Boller Druck in Hälfte zwei stand


Jozef Kqiraj war an der Entstehung beider Derby-Tore beteiligt. Foto: Sven Grewis

Im ersten Landesligaderby der Saison hat sich der SC Geislingen erneut als Serientäter erwiesen und wie in der Vorwoche dem TV Echterdingen nun dem TSV Bad Boll mit dem gleichen Ergebnis die erste Niederlage zugefügt. Der SC setzte sich im Bad Boller Erlengarten in einem umkämpften und spannenden Lokalkampf, der trotz seiner relativ frühen Führung längst noch nicht gelaufen war, vor 300 Zuschauern 2:0 (2:0) durch.

„Für mich gab es heute zwei Spiele: ein Spiel vor dem Strafstoß und eines danach“, sagte Bad Bolls Trainer Manuel Doll, der gerne zumindest einen Punkt mitgenommen hätte. „Aufwand und Ertrag stimmen bei uns gerade nicht. Wir kommen gut rein in die Partie, haben zwei Chancen zur Führung und sind auch in der zweiten Hälfte am Drücker, treffen aber nicht.“ Vor dem Rückstand war es seine Mannschaft, die den Ton angab und bei einem Lattenkracher von Mario Feldmeier Pech hatte (6.). Sechs Minuten später brachte Bolls Mannschaftskapitän Sebastian Aust die Kugel nicht am Geislinger Torhüter Max Piegsa vorbei, der zum zweiten Mal in Folge zu null spielen sollte.

Feldmeier stand wie die beiden früheren Geislinger Fabian Falzone und Fabian Ammon in der Startelf. Die Führung durch einen von Jan-Philipp Klein sicher verwandelten Handelfmeter verlieh den Geislingern Auftrieb, die in der 28. Minute nachlegten. Yasin Ceküc staubte am kurzen Pfosten nach einem Zuspiel des steten Unruheherd Jozef Kqiraj zum 2:0 ab (28.). „Da haben wir im Zentrum gepennt“, sagte Ammon, der einen guten Beginn seines Teams sah, „aber der Elfmeter hat uns aus der Bahn geworfen.“ Der von Geislingens Kapitän Nicola Orlando mit einem klasse Zuspiel auf Lukas Strehle und mit einem Schuss von Kqiraj vollendete Angriff, der zum Handelfmeter führte, war sehenswert. „Da hat sich gezeigt, welche Qualität im Geislinger Kader steckt“, lobte Ammon. „Den Elfmeter kann man geben, aber dann müssen wir wegen Handspiels auch einen erhalten. Dann gibt es keinerlei Diskussionen“, verwies Doll auf die strittige Szene in der 30. Minute. „Aber das erleben wir ja auch in der Bundesliga mit der neuen Regel von Woche zu Woche“, klagte Doll.

Geislingens Trainer Daniel Avgustinovic nahm im Gegensatz zur Vorwoche „aus taktischen Gründen“ drei Umstellungen vor und brachte von Beginn an Kqiraj, Jan-Philipp Klein und Ceküc statt Dominik Schöll, Marcel Mädel und Mihael Kepic. „Es war geplant, dass wir Boll das Spiel machen lassen. Aber auch in der Boller Drangphase in der zweiten Hälfte haben wir nicht viel zugelassen“ sagte Avgustinovic, sah aber auch Dinge, die es zu verbessern gilt: „Wir hätten mit unseren Chancen früher für die Entscheidung sorgen und es uns leichter machen können, das müssen wir noch lernen. Wenn wir den Anschlusstreffer kassieren, wird es nochmal eng. Aber unsere Entwicklung geht Schritt für Schritt voran.“ Josip Skrobic hatte zweimal die endgültige Entscheidung auf dem Fuß, scheiterte aber am Boller Torhüter Felix Lache (52.) und schoss in der 74. Minute nach einem Konter über Ceküc und Strehle übers Tor.

„Wir hatten anfangs Probleme, sind schwer reingekommen in die Partie. Aber die Mannschaft hat den Kampf angenommen und viel Leidenschaft reingeworfen“, sagte Geislingens Torschütze Jan-Philipp Klein. „Das müssen wir beibehalten, beim nächsten Auswärtsspiel in Buch wird es ähnlich werden.“ Klein hatte beim Foulelfmeter Verantwortung übernommen. „Eigentlich ist Daniel Zuljevic dafür zuständig. Aber ich habe mich gut gefühlt und habe ja auch in der Vorbereitung zweimal vom Punkt aus getroffen.“  

Frank Höhmann

So spielten sie:

TSV Bad Boll: Lache – Philipp, Ammon (69. Matthias Aust), Topolovec, Nicastro (46. Hansjörg Aust), Kivotidis, Feldmeier, Falzone (61. Persch), Ungureanu, Sebastian Aust (54. Hartmann), Pradler.

SC Geislingen: Piegsa - Strehle, Grupp, Klein, Bäumel, Petricevic, Orlando, Skrobic (78. Kepic), Kqiraj (72. Schöll), Ceküc (85. Korbiakis), Zuljevic (65. Mädel).Schiedsrichter: Timon Ulrich (Heilbronn).Tore: 0:1 Klein (14./ Handelfmeter), 0:2 Ceküc (28.).Zuschauer: 300.