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Montag, 22.10.2018
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02.10.2018 18:26 Alter: 19 days
Kategorie: Herren
Von: Frank Höhmann

Wie vor einem Jahr: SC kann auf dem Wasen Tabellenführung feiern

Überzeugender 5:1-Erfolg beim FC Bargau liefert die perfekte Vorlage


Geislingens Kapitän Nicola Orlando und seine Teamkollegen machten mit dem FC Bargau kurzen Prozess. Foto: Sven Grewis

Zweites Schützenfest in Folge für den SC Geislingen: Nach dem 6:0 beim TSGV Waldstetten gewannen die Geislinger beim Vorletzten FC Bargau nach einer überragenden ersten Hälfte mit 5:1 (4:0) und holten sich dort den ersten Sieg überhaupt. Waldstetten zeigte sich vom Debakel gegen den SC gut erholt und siegte in Weilheim 4:1. Der TSV Bad Boll bleibt weiterhin sieglos: Die Vorälbler verloren in Hofherrnweiler 2:5. Der TSV Neu-Ulm verlor das Kellerduell gegen den TV Echterdingen 0:2.   

Oans, zwoa, fünfmal troffa: Auf dem Oktoberfest feiern die Landesligafußballer des SC Geislingen zwar nicht, dafür aber auf dem Cannstatter Wasen. Mit einem überzeugenden 5:1 (4:0)-Erfolg beim FC Bargau haben sie nicht nur ihre Tabellenführung eindrucksvoll gefestigt, sondern gleichzeitig die perfekte Vorlage für den am morgigen Dienstag anstehenden Besuch auf dem Volksfest in der baden-württembergischen Landeshauptstadt geliefert. „Da wird jetzt kräftig gefeiert, das haben wir uns verdient“, sagte der zweifache Torschütze Pascal Volk. Mit einer überragenden ersten Hälfte, in der die Bargauer von den Geislingern schwindlig gespielt wurden, legte der Tabellenführer den Grundstock zum Sieg. „Die Euphorie nach dem Aufstieg trägt natürlich ihren Teil zu unserem erfolgreichen Abschneiden bei. Aber wir sind insgesamt reifer geworden, einfach ein richtig gutes Team. Jeder kämpft für jeden. Und wenn wir diesen Kampf von der ersten Minute an auf den Platz bringen, zeigt sich unsere spielerische Qualität.“ 

Durch enorm frühes Anlaufen trieb der SC die Bargauer zur Verzweiflung. Die wussten nicht, wie ihnen geschah. Und noch viel weniger, wie sie den wieder mit einer Dreierkette agierenden Geislingern beikommen und gefährlich werden sollten. So nahm ihr Unheil mit Beginn der 15. Minute und Volks erstem Treffer seinen Lauf. In Minute 22 verbuchte der von Uwe Grupp bediente Volk den Assist und Marcel Mädel netzte ein. Nach verunglückter Ceküc-Flanke, die zum Torschuss wurde, fehlte Nicola Orlando ein Schritt. Nicht so Volk in der 35. Minute beim dritten Geislinger Tor. Kurz vor der Pause setzte der SC noch einen drauf: Nach einer Hereingabe von Mario Feldmeier hatte Karlo Petricevic keine Mühe, das Leder über die Linie zu schieben (44.). „Die zweite Hälfte war dann leider nicht mehr ganz so gut, da haben wir nicht mehr so viel Druck entwickelt und es etwas schleifen lassen. Das war nicht ganz zufriedenstellend“, fand Trainer Jasko Suvalic ein Haar in der Suppe. So konnten die Gastgeber die Partie vor 200 Zuschauern in der zweiten Hälfte ausgeglichen gestalten. Zum Ehrentreffer musste nach zwei vergebenen Chancen von Tobias Klotzbücher aber ein Handelfmeter herhalten. Geislingens Keeper Murat Bahadir hechtete zwar ins richtige Eck, doch Philipp Zoidl hatte zu platziert geschossen (67.). Neun Minuten vor dem Ende gelang dann auch dem Spitzenreiter ein Treffer nach einem ruhenden Ball. Sezer Güler schlenzte die Kugel elegant an der Mauer vorbei ins Tor.

Und während Bargaus Coach Stefan Klotzbücher seinen Spielern nach dem Schlusspfiff ins Gewissen redete und eine deutliche Leistungssteigerung forderte, um aus dem Tabellenkeller herauszukommen, ließen die Geislinger nach dem ersten Sieg in Bargau überhaupt die Kabine beben.

Der Höhenflug soll noch möglichst lange andauern. 

Frank Höhmann

So spielten sie:

FC Germania Bargau: Del Papa – Andreas Herkommer, Zoidl (68. Zischka), Istel, Tabori, Maier, Balle, Marius Herkommer (64. Unfried), Klotzbücher (74. Reichelt), Hegele (68. Cutura), Kreutter

SC Geislingen: Bahadir - Schöll (69. Heinzmann), Petricevic, Müller, Feldmeier, Bäumel (68. Riedel), Grupp (58. Güler), Volk, Ceküc, Orlando, Mädel (49. Ruther)
Schiedsrichter: Nicolas Ott (SRG Künzelsau)
Tore: 0:1 Volk (15.), 0:2 Mädel (22.), 0:3 Volk (35.), 0:4 Petricevic (44.), 1:4 Zoidl (67./ Handelfmeter), 1:5 Güler (81.)
Zuschauer: 200.