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08.05.2019 00:40 Alter: 20 days
Kategorie: Herren
Von: Frank Höhmann

Sturm dient als Vorbild

Beim 2:0 (0:0)-Derbysieg kommt der SC Geislingen trotz heftigen Gegenwinds in Hälfte zwei in Fahrt


Lukas Strehle und seine Teamkollegen hatten in Hälfte zwei mehr mit dem Wind als mit dem Gegner zu kämpfen. Foto: Sven Grewis

Der SC Geislingen hat auch sein zweites Nachholspiel erfolgreich hinter sich gebracht: Beim 2:0 (0:0)-Derbysieg beim TSV Bad Boll nahm sich das Team von Trainer Markus Schweizer offenbar den in der Halbzeitpause über den Erlengarten hereingebrochenen Sturm als Vorbild und bahnte sich den Weg mit einer druckvollen zweiten Hälfte auf den zweiten Tabellenplatz.

Erst nur ein laues Lüftlein, brach über den TSV Bad Boll in den zweiten 45 Minuten nicht nur, was die äußeren Bedingungen betrifft, ein Sturm herein. Auch auf dem Platz hatte der SC Geislingen im Derby zu Sturm und Drang geblasen. Das Team von Trainer Markus Schweizer wusste, dass es mehr bieten musste, wenn es mit einem Sieg und dem Sprung auf Platz zwei klappen soll. Also legten seine Mannen eine Schippe drauf. Trotz des heftigen Gegenwinds, der ihnen da um die Ohren blies und die Abschläge für Jonas Pangerl schwierig gestalteten.

In der ersten Hälfte waren die Gastgeber der Führung wesentlich näher als der SC, der kein Timing fand. Entweder waren die Zuspiele zu steil, zu kurz oder nicht zwingend genug. So verzeichnete Bad Boll durch Max Pradler zwei gute Chancen, die Pangerl vereitelte. Auf SC-Seite suchte man vergeblich nach einer nennenswerten Tormöglichkeit.

Schweizer hatte keine Veränderungen vorgenommen und mit der gleichen Aufstellung begonnen wie beim 3:0 gegen Ebersbach. Allerdings musste er bald schon zweimal wechseln: Bereits in der 13. Minute musste Karlo Petricevic (Leiste) ausgewechselt werden. Für ihn kam der nach seiner Rot-Sperre wieder zur Verfügung stehende Pascal Volk. Nach 37 Minuten musste Schweizer erneut umbauen: Für den am Oberschenkel verletzten Melih Karahan kam Yasin Ceküc, der gegen Ebersbach wegen Urlaubs fehlte.

Sowohl Volk, als auch Ceküc belebten das SC-Spiel und steigerten sich nach der Pause mit ihren Teamkameraden deutlich. Der aufkommende Wind störte das Angriffsspiel nicht und ließ auch sonst keine großen Schwierigkeiten aufkommen. Cool, abgeklärt und strukturiert näherte sich der SC dem Tor der Bad Boller immer mehr. Mit einem klasse Distanzschuss brachte Ceküc die Seinen in Führung (63.). Er fasste sich aus vollem Lauf ein Herz und der Ball fuhr wie ein Strich ins rechte obere Toreck.

Zwei Minuten später wäre beinahe ein weiterer Treffer gelungen. Doch nach einem Freistoß von Jan-Philipp Klein, der ans Gebälk krachte, köpfte Marcel Mädel das Leder am Tor vorbei. Ein zweites Tor lag in der Luft. Erst recht, als die Kurörtler ab der 82. Minute in Unterzahl spielen mussten, weil Sebastian Aust die Ampelkarte sah. Zwei Minuten vor dem Ende erhöhte Volk dann auf 0:2. Der Sieg war in trockenen Tüchern. In der 90. Minute sah Bad Bolls Damir Topolovec wegen einer Notbremse Rot, sodass die Einheimischen die Partie in doppelter Unterzahl beenden mussten.

Der SC unterbrach somit, zumindest für einen Spieltag, den Aufschwung des Teams von Trainer Manuel Doll, das zuvor beim SV Bonlanden und gegen Tabellenführer TSG Hofherrnweiler jeweils mit 1:0 gewonnen hatte.

Frank Höhmann

So spielten sie:

TSV Bad Boll: Lache – Martorelli (73. Jux), Ammon, Topolovec, Kivotidis (82. Zuljevic), Hansjörg Aust, Hartmann, Persch (69. Falzone), Sebastian Aust, Nicastro, Pradler (86. Matthias Aust)  

SC Geislingen: Pangerl – Heinzmann, Schöll, Klein, Bäumel, Grupp, Strehle, Petricevic (13. Volk), Feldmeier (90. Mohammed), Karahan (37. Ceküc), Mädel (70. Ruther)Schiedsrichter: Jonathan Woldai (SRG Stuttgart).Tore: 0:1 Ceküc (63.), 0:2 Volk (88.).Gelb/Rot: Sebastian Aust (82.).Rot: Topolovec (90.).Zuschauer: 300.