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25.09.2019 00:28 Alter: 26 days
Kategorie: Herren
Von: Frank Höhmann

Köngen bremst SC aus

Fade Nullnummer im Eybacher Tal


Yasin Ceküc und die Geislinger Landesliga-Fußballer mussten sich nach drei Siegen in Serie im Heimspiel gegen den Tabellenletzten aus Köngen mit einem 0:0 begnügen. Foto: Sven Grewis

Um die Tormaschinerie anzukurbeln, wollte der Fanclub für jedes geschossene Tor eine Kiste Bier springen lassen. Doch alles Ausloben und Anfeuern half nichts: Im Heimspiel gegen den Tabellenletzten TSV Köngen mussten sich die Landesliga-Fußballer des SC Geislingen nach drei Siegen in Serie und einer über weite Strecken dürftigen Vorstellung mit einem torlosen Unentschieden begnügen.

„Wenn die anderen uns den roten Teppich ausrollen, gehen wir meist nicht drüber“, ärgerte sich Spielleiter Steffen Speidel über die verpasste Gelegenheit, sich etwas von den Konkurrenten aus Oberensingen, Bonlanden und Frickenhausen abzusetzen, die am Freitagabend allesamt nur einen Zähler geholt und damit die perfekte Vorlage gegeben hatten. Zwar reichte dem SC der eine Punkt, um zumindest für eine Nacht die Tabellenspitze zu erklimmen, so richtig zufrieden stellte das vorübergehende Erreichen des ersten Tabellenplatzes im Eybacher Tal aber niemanden. Nicht nach diesem wenig berauschenden Kick. Auch die Gäste aus Köngen um Co-Trainer Markus Schweizer verließen das Geislinger Stadion nicht gänzlich glücklich. „Hier einen Punkt mitzunehmen, ist zwar schön. In unserer Situation helfen uns aber nur Siege. Wir müssen sehen, dass wir in den nächsten Spielen nicht den Anschluss verlieren und endlich mal Tore schießen“, sagte der letztjährige Interimstrainer der Geislinger, dessen Bruder Michael an seiner alten Wirkungsstätte aufgrund einer Hochzeit passen musste. Die kämpferische Leistung seiner Mannschaft stimmte den Köngener Co-Coach aber zuversichtlich für die kommenden Aufgaben. Die aggressive Art und Weise, mit der die Gäste vor 200 Zuschauern auftraten, schmeckte den Geislingern überhaupt nicht. „Wir wollten dem SC die Lust nehmen, dafür sorgen, dass die Spieler die Köpfe hängen lassen und unzufrieden werden, das ist uns gelungen.“

Warum die Fuchsgrubenkicker in nunmehr sechs Partien aber erst einmal ins gegnerische Tor trafen, wurde während der 90 Minuten offensichtlich: Nach vorne fehlen ihnen die zündenden Ideen, Sturmtank Michael Rüttinger war weitgehend auf sich alleine gestellt. Er hatte die beste Chance seiner Elf, scheiterte aber aus Nahdistanz am glänzend parierenden Max Piegsa im Geislinger Gehäuse (74.). „Max hat uns den zumindest den einen Punkt gerettet“, wusste Mitspieler Josip Skrobic um die Glanztat des Schlussmannes.

„Wir haben heute in vielen Bereichen zu wenig gezeigt und den letzten sauberen Querpass vermissen lassen, waren oft auch einen Schritt zu spät“, sagte Geislingens Trainer Daniel Avgustinovic, der sich auf ein Geduldsspiel eingestellt hatte, in dem man auf die sich eine bietende Möglichkeit warten muss, um zu einem so genannten dreckigen 1:0 zu kommen. Diese eine Möglichkeit sollte seine Mannschaft acht Minuten vor Schluss bekommen, doch Marcel Mädel scheiterte an Köngens Torhüter Tom Hohlfeld, Pascal Volks Nachschuss zischte am Gehäuse vorbei.

Und da der SC auch aus einer Vielzahl an Eckbällen, allein fünf innerhalb von zwei Minuten, in Hälfte zwei kein Kapital schlagen konnte, blieb es in einer an Höhepunkten armen Partie beim 0:0, das den Fans keine Kosten bescherte. Den Neuzugängen der Geislinger dagegen schon: Sie gaben nach dem Spiel ihren Einstand. Und da es keine drei Punkte zu begießen gab, nahmen die Spieler eben die vier Partien in Folge ohne Niederlage, davon drei ohne Gegentreffer, als Anlass zum Anstoßen.    

Frank Höhmann

So spielten sie: SC Geislingen: Piegsa – Strehle, Grupp, Schöll (49. Klein), Kqiraj, Petricevic (57. Mädel), Orlando, Bäumel, Ceküc, Skrobic (70. Volk), Zuljevic (65. Karahan). TSV Köngen: Hohlfeld - Bauer (86. Signus), Dobler, Manuel Horeth, Seidler, Kaptelli (69. Djedovic), Hummel, Ehrler, Sanyang, Ates (78. Sama), Rüttinger (87. Riccio). Schiedsrichter: Alexander Mack (Nersingen) Tore: -. Zuschauer: 200.