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09.03.2020 17:26 Alter: 29 days
Kategorie: Herren
Von: Frank Höhmann

Erfolgreicher Auftakt beim Angstgegner

SC gewinnt mit neuem Trainer 2:1 (1:0) in Echterdingen


Lukas Strehle und Teamkollegen siegten im ersten Punktspiel des Jahres 2020 bei Angstgegner TV Echterdingen 2:1 und dürfen wieder nach oben blicken. Foto: Sven Grewis

Neue Besen kehren gut: Mit seinem neuen Trainer Tobias Flitsch ist dem Fußball-Landesligisten SC Geislingen ein erfolgreicher Auftakt im ersten Punktspiel des Jahres 2020 gelungen. Noch dazu beim TV Echterdingen, gegen den man in den vergangenen Jahren nie sonderlich gut aussah. Durch das 2:1 (1:0) beim Angstgegner haben die Geislinger nicht nur ihren Vorsprung auf die Abstiegszone vergrößert, sondern dürfen auch auf die vorderen Ränge schielen. „So kann‘s gerne weitergehen“, sagte Spielleiter Steffen Speidel nach der Partie auf den Fildern, die hätte einen anderen Verlauf nehmen können, wenn die Echterdinger gleich in der zweiten Minute einen Strafstoß verwertet hätten.

Geislingens Trainer Tobias Flitsch startete mit Nermin Ibrahimovic in der Startelf. Der andere Neuzugang Niklas Naujoks nahm zunächst auf der Bank Platz. Zu seinem ersten Einsatz im SC-Trikot kam nach seiner Verletzung Tim Pöhler im Sturm. Im Mittelfeld sollte Karlo Petricevic das Spiel der Geislinger in die Hand nehmen.

Die Partie begann mit einem Paukenschlag: Schon nach 40 Sekunden zeigte Schiedsrichter Tobias Klingler auf den Punkt. Doch Echterdingens vom SSV Reutlingen gekommener Neuzugang Deniz Bulut schoss den Ball an die Latte. Die Geislinger brauchten eine Weile, um sich von dem Schock, der ohne Folgen für sie blieb, zu erholen. In den Vorbereitungsspielen benötigten sie nicht viele Gelegenheiten, um zu Toren zu kommen. So auch nicht gestern im Sportpark Goldäcker: In der 18. Minute leitete Julius Bäumel einen Angriff auf der linken Seite ein und legte den Ball quer zu Josip Skrobic, der unhaltbar für Torhüter Josef Weitzel traf. Skrobic unterstrich seine gute Form aus den Testspielen, in denen er sich als Vorbereiter und Vollstrecker auftat.

Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte bekamen die etwa 200 Zuschauer nur wenige Strafraumszenen zu sehen. Echterdingen stand massiert hinten drin und lauerte auf Standards. Der SC versuchte mit Kampf und Einsatz dagegenzuhalten und zuzuschlagen, wann immer sich die Möglichkeit dazu bot. In der 24. Minute stand den Gästen das Glück des Tüchtigen zur Seite, als Tahir Bahadir, der beim 3:0-Sieg der Echterdinger in Bad Boll doppelt getroffen hatte, den Pfosten traf.

Nach der Pause hatten die Geislinger das Geschehen weitgehend im Griff. Der Ausgleich durch Fatih Özge in der 61. Minute fiel eher überraschend. Obwohl aus Sicht der Gäste nicht nur der Torschütze, sondern weitere Echterdinger Spieler im Abseits standen, lamentierten die SCler nicht groß, sondern schlugen schon zwei Minuten später mit Wut im Bauch zurück. Ibrahimovic warf bei einem Strafraumgewühl alles rein und sorgte für die erneute Führung (64.), wurde beim Schuss aber von einem Gegenspieler getroffen und musste wenig später ausgewechselt werden.

Je länger die Begegnung dauerte, desto mehr waren die Geislinger mit dem 2:1 im Rücken in der deutlich besseren Position und konnten gegen die in der Schlussphase alles nach vorne werfenden Echterdinger auf einen alles entscheidenden Konter spekulieren. Die Nachspielzeit war mit sechs Minuten lang. Doch der konzentriert agierende SC brachte den Sieg gegen am Ende dezimierte Gastgeber, Max Knoll sah die Ampelkarte (90.+1.), über die Zeit.

Frank Höhmann

So spielten sie:

TV Echterdingen: Weitzel – Hertel, Garcia-Franco, Knoll, Heim, Fregien, Bulut, Gashi, Özge, Berisha, Bahadir
SC Geislingen: Piegsa – Schöll, Grupp, Klein, Strehle, Petricevic, Bäumel, Skrobic (87. Orlando), Ibrahimovic (66. Mädel), Volk (83. Naujoks), Pöhler (72. Zuljevic)
Schiedsrichter: Tobias Klingler
Tore: 0:1 Skrobic (18.), 1:1 Özge (61.), 1:2 Ibrahimovic (64.)
Gelb/rot: Knoll (90.+1.)
Besonderes Vorkommnis: Bulut scheitert mit Foulelfmeter an der Latte (2.)
Zuschauer: 200.