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19.11.2017 19:08 Alter: 24 days
Kategorie: Herren
Von: Frank Höhmann

Joker Mädel entscheidet Derby

In der 65. Minute eingewechselt, bereitet der beste Geislinger Torschütze das 1:0 vor und erzielt das 2:0 selber


Der SC blieb auch im 15. Hinrundenspiel unbesiegt. Foto: Sven Grewis

SC Geislingen – FC Donzdorf 2:0

(höh). Tiefes Durchschnaufen war angesagt beim Tabellenführer nach dem glücklichen 2:0-Heimsieg gegen starke Lautertäler. Die Donzdorfer waren mit die härteste Nuss, die es für die Geislinger im Eybacher Tal bislang zu knacken galt. Doch wenn man sie lange genug bearbeitet, zerbricht auch die härteste Schale irgendwann. Beim SC rückte Karlo Petricevic nach überstandener Verletzung wieder in die Startformation, Marcel Mädel saß zunächst auf der Bank. Für den weiterhin verletzten Dominik Schöll (Muskelfaserriss) spielte wie schon in Kirchheim Viet Nguyen wieder in der Innenverteidigung. Die Gäste konnten noch nicht auf Tim Schraml zurückgreifen (Rotsperre).

In der ersten Hälfte sahen die 300 Zuschauer eine ausgeglichene Partie, in der beide Mannschaften wenige, aber gute Chancen auf einen Torerfolg hatten. Der SC verzeichnete die erste in der dritten Minute, doch nachdem Pascal Volk den Ball kurz auf Uwe Grupp abgelegt hatte, scheiterte dieser an Torwart Christian Czeisz. Der SC agierte vor allem über die rechte Seite und profitierte von einigen öffnenden Pässen von Karlo Petricevic auf Yasin Ceküc, der seine Dynamik einsetzte. Auf der Gegenseite schaltete der FC nicht minder schnell von Abwehr auf Angriff um und hielt die Begegnung offen. In der zwölften Minute wäre dem Team von Trainer Peter Frömmel beinahe das 0:1 geglückt, aber Torjäger Josip Skrobic scheiterte per Kopf am Aluminium. In Minute 22 war wieder SC-Kapitän Grupp einschussbereit nach Vorlage von Volk, aber der Ball versprang beim Abschluss und so kam statt eines satten Schusses nur ein Schüsschen heraus. In der 41. Minute konnte Czeisz nach einer Ecke von Mario Feldmeier den Kopfball von Marcel Mettang auf der Linie parieren. Eine Minute vor der Pause verpasste Donzdorfs Nico Kolb eine scharfe Hereingabe auf den langen Pfosten nur knapp. So ging es torlos in die Kabinen, eine Seltenheit in dieser Saison bei SC-Spielen.

Nach dem Wechsel geriet der Spielfluss beim SC etwas abhanden. Donzdorf startete besser und ließ im Verlauf der Partie auch nicht nach. Doch der durchgebrochene Kolb zögerte zu lange beim Abschluss und scheiterte alleine vor SC-Torhüter Jonas Pangerl (48.). Fünf Minuten später versuchte es Grupp volley, drosch den Ball aber knapp übers Tor. In der 65. Minute brachte SC-Trainer Jasko Suvalic seinen erfolgreichsten Torschützen Marcel Mädel und bewies ein glückliches Händchen. Der Joker sollte die Partie entscheiden. Zunächst setzte Mädel in der 70. Minute bei einem Zweikampf entscheidend nach, scheiterte zwar an Czeisz, der den Ball noch zur Seite abwehren konnte. Doch da stand Ceküc, der zum 1:0 einschob. Die Donzdorfer beschwerten sich vergebens über den ihrer Meinung nach foulwürdigen Einsatz von Mädel, der sechs Minuten vor dem Ende aus abseitsverdächtiger Position mit dem 2:0 für die Entscheidung in einem umkämpften Derby sorgte, in der die Donzdorfer für ihre couragierte Leistung unter Wert geschlagen wurden. Ihnen fehlte es letztendlich an Kaltschnäuzigkeit. So hätte der eingewechselte Alexander Simperl eine Minute nach dem Geislinger Führungstor ausgleichen können, schoss aber freistehend am rechten Pfosten vorbei.

Der SC blieb somit auch im vorletzten Hinrundenspiel ohne Niederlage. Halbwegs Schritt halten kann nur noch die TSV Oberensingen, die den FTSV Kuchen 4:3 bezwang und mit einem Sieg im Nachholspiel in Neuhausen am Donnerstag den Rückstand auf fünf Zähler verkürzen kann. Der neue Tabellendritte SGEH liegt bereits elf Zähler hinter dem SC. Die letzten drei Plätze belegen nach den Siegen von Berkheim und Nellingen nun drei Kreisvereine: der FTSV Kuchen ist mit elf Punkten Drittletzter, der FC Eislingen (11) vorletzter und der TSV Obere Fils nach dem 5:7-Scheibenschießen in Erkenbrechtsweiler mit acht Punkten Tabellenletzter.

SC Geislingen: Pangerl – Heinzmann (51. Orlando), Nguyen, Müller, Riedel – Grupp, Petricevic – Ceküc (89. Polat), Feldmeier, Volk (84. Ziegler) – Marcel Mettang (65. Mädel)