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25.05.2017 00:52 Alter: 88 days
Kategorie: Herren
Von: Frank Höhmann

Zig Chancen, aber wieder nur ein Tor

Beim 1:1 gegen die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach lassen unsere Landesliga-Fußballer erneut beste Gelegenheiten aus


Karlo Petricevics Hammer reichte nicht zum Heimsieg. Foto: Sven Grewis

Das kam den Fans bekannt vor: Beim 1:1 gegen die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach haben unsere Landesliga-Fußballer beste Tormöglichkeiten verschmäht und die große Chance verpasst, zu den gefährdeten Teams aus Blaustein, Bad Boll und Nürtingen aufzuschließen, von denen keines gewinnen konnte. So geht es am Samstag in Nürtingen nun wirklich um alles. Eine Niederlage könnte das endgültige Landesliga-Aus bedeuten. Den Sportfreunden Dorfmerkingen gelang vor dem WFV-Pokal-Finale am heutigen Donnerstag gegen die Stuttgarter Kickers ein überzeugender 4:0-Erfolg gegen Köngen. Damit fehlt noch ein Sieg, um alle Zweifel am Aufstieg in die Verbandsliga zu beseitigen. Den Klassenerhalt sicher in der Tasche hat der SV Ebersbach nach dem 0:0 in Blaustein.  

Frank Höhmann

Hätte, würde, könnte: Es war müßig, den Konjunktiv zu bemühen. Was zählte, war die Gegenwart. Und die sieht aus Sicht des Fußball-Landesligisten SC Geislingen nach dem 1:1 (1:0) gegen die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach nicht sonderlich gut. Zum Glück aber auch nicht wesentlich schlechter als vor Spielbeginn, weil Blaustein nur einen Zähler geholt und Nürtingen verloren hat. Die Geislinger sind noch nicht abgestiegen. Es bleibt die leise Hoffnung, dass an den letzten beiden Spieltagen doch noch alles gut wird.

Wie das Happyend gelingen soll, weiß im Eybacher Tal niemand so recht. Der SC hatte gegen Hofherrnweiler gut gespielt, sich voll reingehängt und alles probiert, vor dem Tor aber wieder Nerven gezeigt. Wie schon in Köngen, versemmelten die Geislinger auch gegen die Aalener zig Hochkaräter. Wie schon in der Vorwoche, hätte die Partie bereits in der ersten Hälfte entschieden werden können. „Normalerweis müssten wir jetzt fünf Punkte mehr auf dem Konto haben“, sagte ein niedergeschlagener Jasko Suvalic, der seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen konnte. „Die Leistung hat gestimmt, leider haben wir es versäumt, sie in Tore umzumünzen. Aber es ist noch nicht vorbei“, gibt sich Suvalic kämpferisch.

Der SC-Coach konnte sich am Samstag immerhin über den Klassenerhalt seines Lieblingsclubs Hamburger SV freuen und nimmt sich diesen zum Vorbild: Der Ex-Geislinger Markus Gisdol hat mit den Nordlichtern das geschafft, was sich auch Suvalic mit den Geislingern am letzten Spieltag erträumt: den direkten Klassenerhalt. Diesem hätten die Geislinger am Samstag einen Schritt näherkommen können. In einem von Beginn an flotten Spiel gingen sie vor 200 Zuschauern früh in Führung. Karlo Petricevic hämmerte das Leder in seinen nagelneuen orangefarbenen Kickschuhen mit einem sehenswerten Weitschuss in die Maschen (9.). Zwei Minuten zuvor hatte der SC seinen Mittelfeldspieler Gianluca D’Onofrio ersetzen müssen, der sich ohne Beteiligung eines Gegenspielers am Knie verletzte.

Der SC dominierte die Begegnung, erkämpfte sich viele Bälle, verpasste aber eine höhere Führung, weil wie in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, bei einem Kopfball von Nicola Orlando, der am Pfosten landete, auch das nötige Glück fehlte. Weil weitere Möglichkeiten von Orlando, Viet Nguyen, Petricevic und Pascal Volk ausgelassen wurde, hieß es zur Pause lediglich 1:0.

Nach dem Wechsel machte sich bei den Gästen die Einwechslung von Jeton Avduli bezahlt, der auf der rechten Außenbahn für viel Betrieb sorgte und auch das 1:1 von Niklas Groiß auflegte (52.). Die Geislinger ließen den Kopf nach dem Ausgleich nicht hängen und versuchten weiter Druck aufzubauen. Doch egal, was sie auch probierten, es sollte einfach nichts mehr werden mit einem weiteren Treffer: Zweimal scheiterte der eingewechselte Okan Akcay, je einmal Fabian Ammon und bei der besten Gelegenheit Nguyen nach Orlando-Freistoß per Kopf.

SC Geislingen: Pangerl - Heinzmann (63. Mädel), Ammon, Müller, Orlando, Grupp, Petricevic (69. Mädel), D'Onofrio (7. Riedel/ 64. Akcay), Nguyen, Bäumel, Volk

Unsere zweite Mannschaft sicherte sich im Heimspiel gegen die TSG Salach ein schmeichelhaftes 1:1. Serdar Tekin brachte den SC gegen die in Hälfte zwei besseren Salacher in Führung (75.). Mit Unterstützung des SClers Andre Swoboda, dem drei Minuten vor dem Ende ein Eigentor unterlief, kamen die Gäste zum verdienten Ausgleich (87.). Nach dem 1:1 drängte Salach auf den Sieg, aber mit Glück (bei einem Pfostentreffer) und Geschick retteten die SCler das Remis über die Zeit.