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Sonntag, 28.05.2017
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01.05.2017 01:30 Alter: 28 days
Kategorie: Herren
Von: Frank Höhmann

SC meistert nächstes Endspiel

Harterkämpfter 2:1-Erfolg beim TSGV Waldstetten – Volk und Petricevic treffen - Konkurrenz punktet ebenfalls


Grund zum Jubeln wie hier beim Heimspiel gegen Blaustein hatten die Geislinger auch nach der Partie in Waldstetten. Foto: Sven Grewis

Die SC-Landesligafußballer haben auch das zweite Endspiel erfolgreich hinter sich gebracht: Am Freitagabend setzte sich das Team von Trainer Jasko Suvalic beim TSGV Waldstetten 2:1 durch, machte es vor rund 150 Zuschauern aber unnötig spannend und musste nach dem Anschlusstreffer der Gastgeber bis zur 96. Minute zittern, ehe Schiedsrichter Denis Bisaki abpfiff. Der zweite Sieg in Folge hat die Geislinger aber nur einen Tag von den Abstiegsplätzen weggebracht. Da die Konkurrenten im Keller ebenfalls punkteten, liegt der SC weiter auf Rang 14. Besonders der 2:0-Erfolg der Blausteiner gegen Tabellenführer Dorfmerkingen schockte die Konkurrenz. Nach dem 0:1 gegen den TSV Neu-Ulm ist der FC Eislingen kaum mehr zu retten und dürfte als erster Absteiger feststehen.

Frank Höhmann

Wenn man den Fußball-Landesligisten SC Geislingen in dieser Spielzeit für etwas loben kann, dann für seine Auswärtsstärke. Die stellten die Geislinger auch am Freitagabend unter Beweis und holten mit dem 2:1 (1:0) beim TSGV Waldstetten ihre Punkte 16, 17 und 18 auf des Gegners Platz. Und so waren sie zumindest bis Samstagnachmittag den direkten Abstiegsplätzen entfleucht, ehe die überraschenden Ergebnisse der Mitkonkurrenten eintrudelten.

Wie in der Vorwoche gegen Blaustein ging der SC früh in Führung. Julius Bäumel setzte sich in der zweiten Minute auf der linken Seite durch, zog in den Strafraum und legte quer zu Pascal Volk, der den Ball nur noch über die Linie schieben musste. Aufregung dann fünf Minuten später, als Patrick Stöppler zum vermeintlichen Ausgleich traf. Wilde Proteste der Geislinger folgten, und nach Rücksprache mit dem Linienrichter nahm Schiedsrichter Denis Bisaki das Tor wegen eines vorausgegangenen Handspiels der Gastgeber zurück. Der Geislinger Torvorbereiter Bäumel musste kurz darauf ausgewechselt werden, nachdem er sich bei einem Kopfballduell verletzt hatte. Für ihn kam Sven Sönmez. 

Für die Geislinger bot sich die Gelegenheit nachzulegen. Diese Chance verpassten sie allerdings und Waldstetten biss sich fortan in die Begegnung, bei gefährlichen Hereingaben in den Geislinger Strafraum konnten die Innenverteidiger Tobias Müller und Fabian Ammon aber klären. Die beste Chance in Hälfte eins versiebte Philipp Ebner, der im Strafraum über den Ball schlug (36.). 

Nach dem Wechsel ging der SC weiter aggressiv und entschlossen zu Werke. In der 56. Minute wurde ein Schuss von Viet Nguyen noch auf der Linie geklärt, zwei Minuten später erhöhte Karlo Petricevic per abgefälschtem Schuss auf 2:0. Danach wurde es zunehmend hektisch, aber der SC blieb cool und ließ sich nicht provozieren. Nach dem Anschlusstreffer von Juan Vera Rubio in der 78. Minute begann dennoch das große Zittern. Aber es ging gut und als Bisaki in der 96. Minute endlich abpfiff, war der zweite Sieg in Folge perfekt, der einige Steine plumpsen ließ. 

„Das war ein hartes Stück Arbeit“, war Geislingens Innenverteidiger Fabian Ammon fix und fertig, aber überglücklich über die nächsten „Big Points“ im Abstiegskampf. Geislingens Trainer Jasko Suvalic ärgerte sich über das geschenkte Gegentor, welches das Spiel „unnötig spannend“ gemacht habe. Zudem habe man zu viele Konterchancen liegen lassen und sei viel zu oft im Abseits gestanden. „Wir waren zu spät auf dem Platz und haben nicht an die guten Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen können“, sagte Waldstettens Coach Mirko Doll. „Jetzt wird es für uns wieder enger.“

So spielten sie: 

TSGV Waldstetten: Stegmaier - Ebner, Rummel (62. Eissele), Jimenez, Knödler, Strobel (87. Fischer), Waibel, Stöppler (74. Vera Rubio), Karaca, Kleinmann (74. Sawatzki), Rosenfelder
SC Geislingen:
Bahadir - Heinzmann, Ammon, Müller, Riedel, Grupp, Petricevic, Nguyen, Bäumel (18. Sönmez/ 71. Falzone), Orlando (87. Mädel), Volk (80. Schöll)
Schiedsrichter: Denis Bisaki (SRG Böblingen)
Tore: 0:1 Volk (2.), 0:2 Petricevic (58.), 1:2 Vera Rubio (78.)
Rot: Jimenez (90.+1./ Tätlichkeit)
Zuschauer: 150.