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Sonntag, 20.08.2017
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18.06.2017 23:34 Alter: 63 days
Kategorie: Herren
Von: Frank Höhmann

SC begleitet FCE in die Bezirksliga

Geislinger gewinnen Landesliga-Derby 3:1, aber Konkurrent Blaustein siegt ebenfalls und festigt somit den Relegationsplatz


Viet Nguyen und die Geislinger Landesliga-Fußballer konnten den Abstieg nicht mehr abwenden. Foto: Sven Grewis

Das 3:1 gegen Eislingen im letzten Saisonspiel hat nicht gereicht. Da Konkurrent Blaustein gegen Hofherrnweiler gewann, spielt der SC Geislingen in der neuen Runde in der Bezirksliga. Diese geht mit 17 Mannschaften an den Start. Am Sonntag qualifizierte sich der TSV Obere Fils im Relegationsfinale gegen den FC Rechberghausen als letztes Team fürs Bezirksoberhaus. Die Kicker aus dem Oberen Filstal bezwangen den Herausforderer FC Rechberghausen vor 1300 Zuschauern in Deizisau mit 4:2 (2:2).

Frank Höhmann

Der SC Geislingen hat es nicht geschafft: Nach sechsjähriger Zugehörigkeit zur Landesliga müssen die Geislinger wieder zurück in die Bezirksliga. Der eigene 3:1 (1:0)-Sieg gegen Mitabsteiger FC Eislingen reichte nicht, weil Konkurrent TSV Blaustein 3:0 gegen Hofherrnweiler gewann und den Relegationsplatz nicht mehr abgab.

Die Hoffnung war ohnehin gering, nach der zwischenzeitlichen 3:0-Führung Mitte der zweiten Hälfte wurde sie bei Verantwortlichen, Fans und Spielern aber dann doch wieder größer. Noch stand es in Blaustein 0:0, als aber kurz darauf der Doppelschlag des Mitkonkurrenten im Stadion die Runde machte, wusste man beim SC, dass der eigene Sieg wertlos ist. So wurde es im Eybacher Tal mucksmäuschenstill, und nach Spielschluss saßen die Beteiligten beider Clubs erst einmal konsterniert auf dem Rasen. Enttäuschung, Ernüchterung und Niedergeschlagenheit breiteten sich aus.

„Es ist schon bitter, dass zwei Traditionsvereine wie der SC Geislingen und der FC Eislingen in der nächsten Saison nur noch in der Bezirksliga spielen. Aber das war heute symptomatisch für die ganze Saison. Man hat auf beiden Seiten gesehen, woran es lag“, sagte Eislingens Trainer Klaus Gromer. „Wir haben den Klassenerhalt nicht heute vergeigt“, meinte Geislingens Antreiber Pascal Volk, der mit dick bandagiertem Oberschenkel knapp 70 Minuten auf die Zähne biss. Bei Okan Akcay ging es schon früher nicht mehr, er musste kurz vor der Pause angeschlagen vom Feld. „Es kam einfach viel zusammen“, blickte Volk zurück. „Teilweise war es Pech, teilweise Unvermögen.“ Geislingens Trainer Jasko Suvalic konnte seiner durch viele Verletzungen und zwei Sperren dezimierten Mannschaft keinen Vorwurf machen. „Mein Rumpfteam hat alles versucht“, sagte der SC-Coach, der die beiden A-Junioren Lukas Ziegler und Tolunay Sahin ihr Punktspieldebüt in der ersten Mannschaft feiern ließ. Auch Andre Swoboda von der zweiten Mannschaft kam zum Einsatz. Er traf in der 65. Minute zum 2:0, nachdem es Karlo Petricevic im dritten Versuch doch noch gelungen war, den Ball zum einschussbereiten Swoboda rüberzulegen. Der Top-Torschütze des Kreisliga-A-Teams blieb bescheiden. „Den hätte jeder andere auch reingemacht.“

Kurz zuvor kratzten die nach Wiederbeginn plötzlich dominierenden Eislinger am Ausgleich, doch war Jonas Pangerl mit einer Glanzparade gegen den köpfenden Marius Nigl zur Stelle (62.). In Hälfte eins schoss Henry Unwuzuruike bei der besten Eislinger Tormöglichkeit völlig unbedrängt am Tor vorbei (43.). „Wir haben jetzt das letzte Mal vor sieben Wochen gegen Boll gewonnen“, konnte der Ex-Geislinger Nigl die anhaltende Negativserie kaum fassen.

In den ersten 45 Minuten hatten die Suvalic-Schützlinge vor 200 Zuschauern die Hoheit, führten aber lediglich 1:0. Nach einem schönen Pass in die Tiefe von Petricevic traf Marcel Mädel zur Geislinger Führung (25.). Trotz weiterer guter Chancen, aber zu überhasteter und unplatzierter Abschlüsse von Akcay, Nguyen und Petricevic blieb es bis zum Wechsel nur bei der knappen Führung. Die geriet mit Wiederbeginn in Gefahr, weil die Geislinger geistig nicht mehr anwesend waren. Abteilungsleiter Andreas Strehle forderte wieder „mehr Aggressivität“. Zu dieser fanden die Geislinger dann und schossen sich durch Swoboda (65.) und Petricevic (69.) mit 3:0 in Front.

Der Pflichtsieg war erreicht, jetzt hätten nur noch die Blausteiner mitspielen müssen. Aber die machten mit einem Doppelschlag in der 69. und 71. Minute alle Geislinger Hoffnungen auf den Relegationsplatz endgültig zunichte. Nach Bekanntwerden des Zwischenstandes war die Luft raus und Moritz Gutmann gelang gegen resignierende Gastgeber neun Minuten vor dem Ende der Eislinger Ehrentreffer. Fast wäre noch ein Tor gelungen, doch zirkelte der eingewechselte Konstantinos Kostidis das Leder an die Latte (89.).

So spielten sie:

SC Geislingen: Pangerl – Heinzmann, Schöll, Müller, Riedel, Grupp, Petricevic, Nguyen (74. Sahin), Volk (63. Ziegler), Akcay (41. Swoboda), Mädel (54. Krist) FC Eislingen: Funk – Lezzi (46. Kostidis), Reichert (68. Delic), Kara, Söll (85. Tezcan), Unger (46. Fotarellis), Sahin, Onwuzuruike, Lissner, Gutmann, Nigl Schiedsrichter: Patrick Stephany (SRG Böblingen) Tore: 1:0 Mädel (25.), 2:0 Swoboda (65.), 3:0 Petricevic (69.), 3:1 Gutmann (81.) Zuschauer: 200. Bezirksliga Neckar/Fils Saison 2017/2018 SC Geislingen (A) FC Eislingen (A) SGM T/T Göppingen TSV Oberensingen VfL Kirchheim FC Donzdorf TSV Deizisau TV Nellingen TSV Neckartailfingen SGEH FV Neuhausen FV Faurndau TSV RSK Esslingen TSV Obere Fils FTSV Kuchen (N) TSV Berkheim (N) TV Neidlingen (N)