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07.08.2017 12:02 Alter: 12 days
Kategorie: Herren
Von: Frank Höhmann

Neues SC-Team bereits gut in Schuss

Der Landesliga-Absteiger aus dem Eybacher Tal gilt als einer von vielen potentiellen Titelkandidaten


Sie sind neu im Team des SC Geislingen (hintere Reihe von links nach rechts: Toni Sahin, Mario Mettang, Lukas Ziegler und Pietro de Lucia.

von Frank Höhmann

Der Abstieg aus der Fußball-Landesliga ist abgehakt. Seit vier Wochen gilt die volle Konzentration der neuen Saison in der Bezirksliga. Dort will der SC Geislingen eine gute Rolle spielen und sich von Beginn an vorne einnisten. Topfavorit auf den Aufstieg ist das Team von Trainer Jasko Suvalic nicht. Zum Favoritenkreis gehört es allemal. Insgesamt dürfte es neben den Geislingern fünf, sechs Vereine geben, die am Ende ganz vorne landen können.

Aufgerüstet hat vor allem die TSV Oberensingen, die zwar den Ex-Göppinger Yannik Kögler an den FC Frickenhausen verlor, dafür aber unter anderem Tarik Serour vom Oberligisten SSV Reutlingen und Nico Crisigiovanni vom Verbandsligisten Calcio Leinfelden-Echterdingen holte. Auch der TSV Deizisau deutete seine Gefahr bereits an und warf in der ersten WFV-Pokalrunde Landesligist TSV Weilimdorf aus dem Wettbewerb (2:1). Der künftige Geislinger Ligakonkurrent FV Neuhausen konnte zum Auftakt des württembergischen Verbandspokals gar Oberligist TSG Backnang ausschalten (2:1 n.V.).

Die Geislinger stehen vor keiner leichten Saison. Die anderen Teams werden hochmotiviert in die Begegnungen gehen. Da heißt es, von Beginn an dagegenzuhalten. Das Auftaktprogramm hat es in sich. Am ersten Spieltag erwarten die Geislinger gleich den Lokalrivalen FTSV Kuchen zum Derby (20. August), danach geht es gegen die Mitfavoriten TT Göppingen, TSV Oberensingen und TSV Deizisau. Dann wird sich zeigen, was die bislang überaus gute Vorbereitung wert ist.

Übers Wochenende weilten die Geislinger im Trainingslager, das mit einer Kanutour auf der Donau endete, taten etwas für den Teamgeist und verpassten sich den spieltaktischen Feinschliff. Athletik und Kondition wurden in den Vorwochen antrainiert. Jedes der bislang sechs Testspiele haben die Suvalic-Schützlinge gewinnen können. Unter anderem überraschten sie mit Siegen bei den Landesligisten SV Ochsenhausen (3:2) und TSGV Waldstetten (1:0). In dieser Woche folgen die letzten beiden Testspiele. Am Dienstag (19 Uhr) testet der SC beim Kocher/Rems-Bezirksligisten FV 08 Unterkochen, am Samstag (13 Uhr) folgt die Generalprobe beim Donau/Iller-Bezirksligisten TSV Neu-Ulm.

Überheblichkeit ist freilich fehl am Platz. Zu oft schon folgte einer guten Vorbereitung der Reinfall in der Liga. Dennoch lassen die gezeigten Leistungen hoffen. Vor allem in der Offensive scheinen die Geislinger durch das Brüder-Duo Marcel und Mario Mettang wesentlich stärker besetzt, die in den Testspielen regelmäßig trafen. Der 30-jährige Marcel Mettang kam vom Landesligisten TSV Bad Boll, er spielte in der Landesliga auch schon für den TSV Weilheim. Sein jüngerer Bruder Mario (28) kam vom Bezirksligisten TSV RSK Esslingen. Auch die Defensive erhielt Verstärkung. Vom FC Heiningen kehrte Yasin Ceküc zurück, vom TSV Bad Boll Außenverteidiger Mario Feldmeier. Weitere Neuzugänge sind der frühere SC-Jugendspieler Sezgin Karabiyik (Mittelfeld), der vom Südwest-Verbandsligisten TuS Rüssingen wechselte, und Stürmer Matariz Darboe (TSG Salach). Aus der eigenen U19 rückten Mittelfeldspieler Lukas Ziegler, Verteidiger Yunus Polat und Offensivmann Toni Sahin in den Kader der Aktiven auf. Vom FC Normannia Gmünd wurde Matthias Gruca als Torspielertrainer zurückgeholt. In Pietro de Lucia gibt es einen weiteren alten Bekannten, der nach einer Verletzung noch einmal angreifen möchte. Den Verein verlassen haben Fabian Falzone und Umut Sat, die sich beide dem Landesligisten TSV Bad Boll anschlossen, Benjamin Klement (SV Ebersbach), Sven Sönmez (SGM T/T Göppingen), Dennis Queiser (KSG Eislingen), Edgar Krist (FTSV Kuchen) sowie Niklas Kalafatis und Okan Akcay (beide Ziel unbekannt).

Mit dem Grundgerüst etablierter Kräfte wie Fabian Ammon, Tobias Müller, Pascal Volk, Nicola Orlando, Uwe Grupp, Julius Bäumel und Karlo Petricevic sieht sich der SC mit den Neuzugängen für die neue Runde gut aufgestellt. Zudem können sich die Fans weiter auf Lennart Ruther und Gianluca D` Onofrio freuen, die nach ihren Kreuzbandrissen fieberhaft an ihrer Rückkehr arbeiten.

Vieles hat bereits gut funktioniert, ab dem nächsten Wochenende muss die Mannschaft zeigen, dass sie auch unter Wettkampfbedingungen bestehen kann. Zudem sollte sie endlich wieder im eigenen Stadion überzeugen. Dort brachte es das Team in der vergangenen Runde auf klägliche drei Heimsiege. Mit ein Grund dafür, dass man nun eine Klasse tiefer spielen muss.