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12.11.2017 23:47 Alter: 5 days
Kategorie: Herren
Von: Frank Höhmann

Kirchheim bietet SC die Stirn

SC wird vom Tabellendritten im Spitzenspiel richtig gefordert – Mario Feldmeier gleicht VfL-Führung aus


Manuel Heinzmann und die SCler hatten in Kirchheim viel zu tun. Vor allem in Hälfte eins entfachte der VfL viel Druck. Foto: Sven Grewis

VfL Kirchheim - SC Geislingen 1:1

(höh). Auch wenn er nicht mehr für den SC spiele: die Geislinger Fangesänge gefallen Michael Schweizer weiterhin. „Es ist immer schön sie zu hören“, sagte der gebürtige Degginger. Außer Schweizer stand in Benedikt Petzet noch ein Ex-Geislinger im Team der Kirchheimer. Beim SC rückte Viet Nguyen für den fehlenden Dominik Schöll an die Seite von Tobias Müller in der Innenverteidigung. Für Karlo Petricevic durfte Marcel Mettang wieder von Beginn an ran, der zusammen mit dem Geislinger Toptorschützen Marcel Mädel das Sturmduo bildete. Pascal Volk rückte etwas weiter nach hinten. Über die Flügel sollten Mario Feldmeier und Yasin Ceküc Druck ausüben.

Das Spitzenspiel zwischen dem Tabellendritten und dem Ersten litt unter den katastrophalen äußeren Bedingungen. So fanden sich nur rund 150 Zuschauer auf dem Kirchheimer Kunstrasenplatz ein. Vor zwei Wochen im Topspiel gegen Oberensingen waren es 400. Diejenigen, die gekommen waren, bekamen in der ersten Hälfte einen klar überlegenen VfL Kirchheim zu sehen. Der SC wurde erstmals seit zwei Monaten wieder so richtig gefordert und konnte froh sein, zur Pause nicht höher als 0:1 hinten zu liegen. Die Geislinger kamen mit der aggressiven Spielweise des VfL nicht zurecht, verzettelten sich bei eigenen Vorstößen zu sehr im Mittelfeld und agierten zu wenig über die Außenbahnen. Zwingende Torchancen waren Mangelware, hier hatten die Kirchheimer ein deutliches Plus.

Bereits nach vier Minuten hatte der VfL die Chance zur Führung, aber SC-Keeper Jonas Pangerl war aus Nahdistanz gegen Marcel Helber zur Stelle. Sechs Minuten später war der Geislinger Schlussmann noch mit den Fingerspitzen dran, konnte aber nicht verhindern, dass der Kopfball von Innenverteidiger Michael Rüttinger über die Linie rollte (10.). Die Führung verlieh den Kirchheimern Sicherheit und sie blieben weiter am Drücker. In der 20. Minute parierte wiederum Pangerl glänzend und entschärfte einen Schuss von Helber. Kurz vor der Pause zog Helber ab, aber Pangerl lenkte den gefährlich getretenen Ball über die Latte.

Nach dem Wechsel präsentierten sich die Geislinger wie verwandelt. Nun lief das Spiel über die Flügel und die Dynamik war eine ganz andere. Die Belohnung folgte schon nach gerade einer Minute Spielzeit: Der vor dem Strafraum lauernde Mario Feldmeier zog aus 18 Metern ab und traf zum umjubelten Ausgleich (46.). Der SC blieb am Drücker, konnte seine Überlegenheit aber nicht nutzen: Uwe Grupp traf aus spitzem winkle das Außennetz, Mädel und Ceküc scheiterten am Kirchheimer Torhüter Daniel Stirn. In der Schlussviertelstunde mobilisierten die Kirchheimern alle Kräfte und drängten den SC wieder verstärkt in die Defensive. Aber einmal mehr war auf Pangerl Verlass, der bei Konter gegen Dominik Cseri zur Stelle war und den Punkt festhielt.

„Schade, wir hätten das Spiel noch drehen und gewinnen können“, war Geislingens Abwehrspieler Frieder Riedel, der in der Schlussphase noch einmal ganz stark klärte, nicht ganz glücklich mit dem Unentschieden, mit welchem seine Mannschaft aber eindeutig besser leben kann als der Traditionskollege aus der Teckstadt. Mit dem 1:1 halten die Geislinger den VfL auf Distanz, bauten den Vorsprung auf die spielfreie SGEH und den FC Donzdorf (1:2 gegen Deizisau) sogar aus. Die Partie des Tabellenzweiten Oberensingen in Neuhausen fiel ebenso aus wie drei weitere Begegnungen. Im Kellerduell feierte der TSV Berkheim einen 1:0-Sieg gegen den FC Eislingen und verließ vorerst den letzten Tabellenplatz.

SC Geislingen: Pangerl – Heinzmann, Nguyen, Müller, Riedel – Grupp, Volk, Ceküc, Feldmeier – Mädel (78. Petricevic), Marcel Mettang (85. Mario Mettang)